Der Wedding

Im September 2012 hab‘ ich mich schweren Herzens von meiner geliebten Wohnung in Berlin- Friedrichshain getrennt und bin in einen anderen Stadtteil gezogen. Grund dafür waren meine mittlerweile viel zu hohen Mietkosten, die in keiner Relation zu dem Touristenlärm standen. Friedrichshain ist zu einer Art Ballermann mutiert. Ein überteuerter Szenekiez, der mit der Gentrifizierung komplett an Charme und Ruhe verloren hat. Dasselbe wird meiner Meinung nach bald mit Neukölln passieren und so entschied ich mich für den nach wie vor noch recht bodenständigen Stadtteil Wedding.

Die Entscheidung bereue ich keineswegs. Schön unprätentiös, entspannt, gemischt seine Bewohner.
Hier kommt man sich nicht vor wie inmitten einer Touristenattraktion / in einer elitären, hippen Nachbarschaft.
Alles wunderbar „normal“.

Daher ist es kein Wunder, dass genau hier ein wundervolles Magazin über „Themen, die in keiner Hochglanzzeitschrift dafür aber in der unmittelbaren Nachbarschaft zu finden sind“ enstanden ist. Ich habe mir gestern die vierte Ausgabe im Weinladen um die Ecke gekauft und bin begeistert. Sehr schöne Fotostrecken, interessante Themen und Geschichten, tolle optische Aufmachung.

Ich empfehle (egal ob Du in Berlin lebst oder nicht): DER WEDDING.

Hier noch ein paar Bilder und das, was die Redaktion von „Der Wedding“ über seine Inhalte schreibt:

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„Türkische Großfamilien und Berliner Urgestein, Kunststudentin und Goldkettchenträger – Wettbüro, Edelitaliener, der Kneipencharme der Achtziger. Orte wie Berlin-Wedding gibt es vermutlich in fast jeder deutschen Großstadt. Es sind Gegenden, die in kaum einem Reiseführer stehen, die unaufgeregt, selbstverständlich und dabei herzlich und echt sind.
Von diesen Orten und ihren Menschen erzählt “Der Wedding”. So setzt das Magazin auf Themen, die in keiner Hochglanzzeitschrift dafür aber in der unmittelbaren Nachbarschaft zu finden sind. Darüber hinaus auf eine journalistische Herangehensweise, die sich Zeit nimmt und in die Tiefe geht sowie auf eine innovative und eigenwillige Gestaltung, die sich mit jeder Ausgabe neu erfindet.

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“Der Wedding” ist deutschlandweit das einzige Magazin für Alltagskultur. Jede Ausgabe widmet sich monothematisch einem Phänomen des alltäglichen Lebens an der Schnittstelle von Urbanität, Gesellschaft und Kultur. In spannenden Reportagen, Porträts und Interviews, in großzügigen Fotostrecken und aufwendig produzierten Illustrationen beschäftigt sich “Der Wedding” mit den kleinen Geschichten des Großstadtalltags, begleitet Menschen und berichtet – unmittelbar und in voller Länge – von ihren Erfahrungen, Problemen, Erwartungen und Ideen. Das Magazin ist unabhängig und erscheint einmal pro Jahr.“

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